Teilnehmerbericht 2010




Du zeigst mir den Weg zum Leben“

 Unter diesem Motto pilgerte auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe von 74 Jugendlichen, darunter 30 Firmlinge der Gemeinde St. Bernard, unter der Organisation und Leitung von Ulrike Wentzke nach Taizé, einer kleinen Gemeinde von gerade einmal 180 Einwohnern im malerischen Burgund.

Dort treffen sich in jeder Woche bis zu 6 000 Jugendliche im Alter von 15 bis 29 Jahren unterschiedlichster Nationalität, um Gottes Gegenwart in den gemeinsamen Gebeten und Gesängen, sowie in der Stille und im persönlichen Nachdenken zu erfahren.

Dieses Jahr gehörten auch wir, drei Abiturientinnen des Sophie-Barat-Schule, dazu. Kurz vor Ende unserer dreizehnjährigen Schulzeit wollten wir zur Besinnung kommen und neue Kraft schöpfen. Obwohl uns etliche Bekannte und Freunde versicherten, dass eine Woche in Taizé ein unvergessliches Erlebnis sei, waren wir nicht ganz davon überzeugt, dass drei Gebete am Tag wirklich Spaß machen könnten.

Über Unterlüß und Freiburg kamen wir gerade rechtzeitig in ein wie ausgestorben erscheinendes Taizé, weil sich über 4 000 Taizéler zum gemeinsamen Abendgebet in der Kirche versammelt hatten.

Die darauffolgende Woche war dank der in diesem Zeitraum vergleichsweisen kleineren Anzahl von etwa 800 Jugendlichen entspannt und ruhig– häufig konnte man sogar mit einem Essensnachschlag rechnen.

Tagsüber wurde uns nie langweilig, weil neben der täglichen Bibeleinführung, den Kleingruppengesprächen und gemeinsamen Andachten auch die gemeinschaftliche Arbeit wie zum Beispiel Kochen oder Abwaschen ein fester Bestandteil des Alltags war.

Jeden Abend kam die gesamte Taizégemeinschaft vor dem Oyak – Kiosk, Bar und allabendlicher Treffpunkt in einem- zusammen. Von lustigen irischen Gesängen bis zu verrückten französischen Tänzen war dort alles dabei.

Wenn man sich auf Taizé einlässt und sich in schlichter Lebesweise mit hunderten anderen Gleichalttrigen austauscht, relativieren sich die sonst alltäglichen Sorgen und Nöte.

Man betrachtet das eigene Leben aus einer anderen Perspektive und findet so manches Interessantes über sich und das Gegenüber heraus.

Im Großen und Ganzen haben wir eine tolle Zeit miteinander verbracht und vielleicht trifft man ja den ein oder anderen nächstes Jahr im schönsten Pilgerdorf Frankreichs wieder!

Im Mai 2010 Andrea Falcke, Maya Markwald, Linnea Eichmann