Poppenbüttel goes Taizé

Die Firmandenreise führte im Mai 2017 wieder nach Taizé. Sie wird seit 11 Jahren in der Gemeinde St. Bernard  in Hamburg-Poppenbüttel als ein wichtiges Element in der Firmvorbereitung eingesetzt. In diesem Jahr machten sich mehr als 100 Teilnehmer auf den Weg und sammelten ihre eigenen persönlichen Eindrücke und Begegnungen mit vielen jungen Menschen aus der ganzen Welt, die sich dort zu vielen Fragen des Glaubens austauschten.

Im Pfarrbrief Nr. 14 (September bis November 2017)  der Katholischen Pfarrei Seliger Johannes Prassek in Hamburg wurde ein Bericht von Anna-Louisa Weßling mit persönlichen Eindrücken aus Taizé veröffentlicht:
„Poppenbüttel goes Taizé“, hier geht es zum Text.

Kirchenzeitung berichtet über Taizé-Reise 2016





Bereits zum 13. Mal gab es im Mai 2016 wieder eine Firmandenreise nach Taizé, die in der Gemeinde St. Bernard  in Hamburg-Poppenbüttel ein geschätztes Element der Firmvorbereitung ist. In diesem Jahr machten sich 111 Teilnehmer auf den Weg und sammelten ihre eigenen persönlichen Eindrücke und Begegnungen mit vielen jungen Menschen aus der ganzen Welt, die sich dort zu vielen Fragen des Glaubens austauschten.

Die Kirchenzeitung hat in der Ausgabe 32 vom 7. August 2016 in einem Artikel mehrere Jugendliche mit ihren persönlichen Eindrücken aus Taizé zu Wort kommen lassen.Eine Woche leben in Taizé – ein starkes Glaubenserlebnis. Hier geht es zum Text.

Taizé-Reisebericht Mai 2014





Taizéfahrt in den Maiferien

Vom 26. April bis zum 4. Mai 2014 fuhr ich nunmehr zum 10. Mal mit einer Gruppe Jugendlicher im Rahmen der Firmvorbereitung nach Taizé.

Es ist beeindruckend, dass die Gemeinschaft dieses ökumenischen Ordens immer wieder jungen Nachwuchs hat! Der Ort hat nach wie vor eine große Anziehungskraft und Ausstrahlung, besonders für junge Menschen.

Die Bibeleinführungen für unsere Gruppe machte ein Bruder aus Frankreich, der es schaffte, kurzweilig und humorvoll Bezüge zu unserem Leben heute herzustellen. Da wir zusammen mit Franzosen, Niederländern und Schweizern waren, waren diese Gespräche auf Englisch. Im Anschluss gab es Gespräche in kleinen Gruppen.

In den 3 gemeinsamen Gebeten jeden Tag, bei viel Gesang und Stille, hat man Zeit zum persönlichem Nachdenken, Zeit um mit Gott ins Gespräch zu kommen, man findet seinen inneren Frieden und kann neue Kraft schöpfen.

Es ist schön zu beobachten, dass viele sich gut auf diese Zeit einlassen, in der Einfachheit der Gegebenheiten einen Sinn sehen und für diese Woche auch mal auf ihre elektronischen Geräte verzichten! Ein Bruder gab uns auch eine sehr bildhafte Erklärung, wie man es schafft, sich auch auf eine längere Zeit der Stille einzustellen.

Diese Woche leistete nochmal einen wichtigen Beitrag zur Firmvorbereitung und die Gruppe ist toll zusammengewachsen!

Unterstützt werde ich seit vielen Jahren von Ralph Klesel und einer Gruppe junger Erwachsener, die in Taizé als „contact people“ und Betreuer fungieren.

Für die Reise vom 12. bis zum 20.Juli 2014 gibt es noch freie Plätze, auch für einzelne Erwachsene! Allerdings sollten die Anmeldungen hierfür möglichst umgehend erfolgen.

Telefon 608 477 44 Ulrike Wentzke email ulrike.wentzke@web.de
www.taize-reisen.de

Bericht vom europäischen Jugendtreffen in Straßburg 2013-2014





Fahrt zum Europäischen Jugendtreffen vom 28.12.2013 bis zum 1.Januar 2014 nach Straßburg

Rosette des Münsters in Straßburg

Rosette des Münsters in Straßburg

Zusammen mit 22 jungen Menschen fuhren mein Mann Michael und ich als Reiseleitung für das Erzbistum Hamburg zum 36. Europäischen Jugendtreffen von Taizé nach Straßburg. Es nahmen 20.000 Jugendlichen aus vielen europäischen Ländern und auch anderen Kontinenten teil, sowie weitere 10.000 Teilnehmern aus der Region.

Alle Gäste konnten in Gastfamilien untergebracht werden, in Straßburg, dem Elsaß und der Ortenau bis zu einem Umkreis von 40km.

 

Gebet in den Messehallen Wacken in Straßburg

Gebet in den Messehallen Wacken in Straßburg

Die Morgengebete und Gesprächsgruppen fanden in den örtlichen Gemeinden statt. Dann kamen 210 Sonderbusse zum Einsatz um die Teilnehmer von außerhalb zum Mittagessen und Mittagsgebet nach Straßburg zu bringen. Dort fand die Essensverteilung in den Messehallen Wacken statt. Für die Gebete wurden die Teilnehmer auf 3 Messehallen, das Straßburger Münster und die St. Pauls Kirche verteilt.

An den Nachmittagen fanden zahlreiche Workshops statt, darunter religiöse, politische und musikalische Themen, Museumsführungen, Führungen im Münster und ein Gespräch im Europäischen Parlament.

 

Kirche St. Cyriak in Oberkirch

Kirche St. Cyriak in Oberkirch

Am Silvesterabend gab es um 23.00 Uhr in den gastgebenden Gemeinden noch ein Nachtgebet für den Frieden. Wir sangen in der -nur mit Kerzen erleuchteten- St. Cyriak- Kirche in Oberkirch Taizélieder bis ins neue Jahr hinein! Dann gab es im Gemeindezentrum bei Brezeln und Punsch das Fest der Nationen, bei dem jede Nation etwas vorführte. Am Morgen war noch ein wunderbarer Neujahrsgottesdienst in dieser Gemeinde, den Weihbischof Dr. Michael Gerber aus Freiburg in Konzelebration mit 10 Priestern mit uns mehrsprachig feierte, und damit auch auf die vielen ausländischen Gäste einging.

Als Regionen des Dialogs, in denen Menschen verschiedener Herkunft zusammenleben, wurden das Elsass und Baden mitten in Europa zu einem Zeichen der Versöhnung. Straßburg, ein Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen, ist ein Zeichen der Hoffnung, das beim Aufbau eines solidarischen Europas eine wichtige Rolle spielt.

Unsere Gastgemeinde empfand die 4-monatige Vorbereitung als eine Bereicherung für das ökomenische Miteinander. Sogar Moslems nahmen Gäste auf!

Die Teilnehmer fühlten sich als Gäste herzlich willkommen und im Glauben mit allen Menschen aus den verschiedensten Kulturen verbunden!

Wir freuen uns auf das nächste Europäische Treffen vom 29.12.2014 bis zum 2.1.2015 in Prag!

Ulrike Wentzke

St.Bernard, Hamburg-Poppenbüttel

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Taizé – Mai 2013





Ich möchte über Taizé mal aus einem anderen Blickwinkel berichten. Als meine Tochter  vor einigen Jahren durch eine Schulreise nach Taizé reiste, kam sie völlig glücklich und erfüllt zurück und meinte, dass ich mir diesen Ort unbedingt einmal anschauen sollte. Immer wieder hörte ich von Jugendlichen, wie wunderbar ihnen dieser Ort gefiele, sodass ich mich entschloss, den Ort zu besuchen, der die Jugend so sehr berührt, sie wachsen und reifen lässt. Durch Zufall erfuhr ich, dass in Ihrer Gemeinde regelmäßig Reisen nach Taizé organisiert werden und sogar noch ein Sitzplatz frei wäre. Ich hatte also das Glück, mit Jugendlichen aus Ihrer Gemeinde eine lange Bus- und Zugfahrtfahrt zu genießen und eine Woche im intensiven Glauben.

Dreimal am Tag treffen sich alle in der Kirche,  singen wunderschöne Taizégesänge, sind in Stille vertieft und viele sind so berührt, dass die Tränen fließen. Abends ist die Kirche noch lange nach dem Gottesdienst gefüllt mit jungen Menschen und deren wunderbarem Klang beim Singen.

Ländertreffen der Teilnehmer

Ländertreffen der Teilnehmer

Außerhalb der Gottesdienste gab es regelmäßige länderübergreifende Treffen, bei denen man sich austauschen und sich kennenlernen konnte und natürlich ein buntes vielfältiges vielsprachiges Treiben an den Abenden.

Ich empfand es als großes Geschenk, so viele Jugendliche beieinander betend und singend zu sehen und mitten unter ihnen sein zu dürfen. Ein großes Lob möchte ich hier an Ulrike und Ralph aussprechen. Ich hatte während der Fahrt die Möglichkeit, einen kleinen Eindruck von der perfekten Planung zu bekommen, die hinter dieser Reise steckt. Sie geben so vielen Jugendlichen die Möglichkeit, diesen wunderbaren Ort der Liebe kennenzulernen. Viele wären ohne Eure große Mühe und Eurem unermüdlichen Einsatz um eine wundervolle und erfüllende Erfahrung ärmer.

Herzliche Grüße aus Bergstedt Gabriele Schlichting

Taizé -der Glockenturm

Taizé -der Glockenturm

Taizé-Reisebericht Juli 2013





„Taizé  ist für mich wie …ein positiver Schmelztiegel.“

„Als „Herr der Ringe Fan“ habe ich das Auenland gefunden.“

„…ein Ort zwischen Himmel und Erde.“

Vom 20. -28. Juli fuhren wir, eine Gruppe von  insgesamt 35 Jugendlichen, jungen Erwachsenen und einigen Erwachsene aus unterschiedlichen Stadtteilen und Kirchengemeinden Hamburgs unter der Leitung und Organisation von Ulrike Wentzke aus St. Bernard/Poppenbüttel nach Taizé, einem abgelegenen Ort in Burgund in Frankreich. Dort gründete Frère Roger vor weit über einem halben Jahrhundert die Communauté de Taizé. Die Gemeinschaft der Brüder wächst wie ein Sauerteig an, obwohl die Männer verschiedener, manchmal gegensätzlicher konfessioneller, ethnischer, kultureller und sprachlicher Herkunft sind. Warum hat dieser Ort so eine Anziehungskraft für junge Leute und warum hat er so eine Ausstrahlungskraft? 

Taizé-Teilnehmer Juli 2013

Taizé-Teilnehmer Juli 2013

 

Die Aussagen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Teilnehmer bei einer Reflexionsrunde mit einem der Brüder, Frère Andreas, der bereits 18 Jahre in der Gemeinschaft lebt, vermitteln ein Bild :

„Es ist beeindruckend hier. Wenn einer die Gitarre auspackt, sind gleich viele Interessierte da.“ -“ Hier wird man so akzeptiert, wie man wirklich ist – das gibt Kraft.“ – “ Die Gemeinschaft ist hier wichtig“ und „das Stillwerden“. „Ich kann mich einfach in die Kirche setzen“. „Ich habe meine Probleme mitgebracht – durch das Hiersein löst es sich“. „Ich kann abschalten, kann Probleme einfach lassen und zur Ruhe kommen – so kann ich darüber nachdenken“. „Hier bin ich offen für den Glauben“. „Ich wurde katholisch erzogen, aber habe nicht mehr wirklich geglaubt. Hier fange ich wieder an zu glauben“. „Hier sind evangelisch und katholische Christen zusammen“, „auch Menschen aus so vielen Kulturen und Ländern.“

Frère Andreas erzählte auf Anfrage, was ihm,bzw. Den Brüdern in Taizé wichtig ist: „Eine Konstante über die Jahre war und ist, dass wir Vertrauen in Jugendliche setzen, denn Sie gestalten die Zukunft. Die Solidarität, die Papst Franziskus auch gerade sehr betont, ist wichtiger Bestandteil im Zusammenleben hier und in der ganzen Menschheitsfamilie und der interreligiöse Dialog ist uns wichtig. Wir führen diesen Dialog aus erster Hand, d.h. in der direkten Begegnung mit den Menschen anderen Religionen. So erfahren wir, was jemand glaubt und lebt. Wir sollten nicht das Beste aus der eigenen Religion mit dem Schlechtesten der anderen Religion vergleichen. Dann gibt es noch so etwas wie einen ´heiligen Neid`. Wir schauen auf das Schöne, was es in der anderen Religion gibt. Ein Beispiel: Die Muslime haben z.B. ein zielgerichtetes Gebet nach Mekka.“

Bruder Andreas fragte unsere Jugendlichen: „Was nimmst Du mit in den Alltag? Was müsste sich in Euren Kirchengemeinden verändern, damit sich das hier Begonnene weiter entwickeln kann?“ – „Ich habe Vorurteile abgebaut. Ich bin jetzt offener, vieles Neues kennenzulernen“. „Ich möchte zu Hause den Schritt wagen, Gespräche zu führen“. „Der kulturelle Austausch ist mir wichtiger geworden“, „das Gebet“, „die Stille suchen im Alltag“.  „Der Glaube hat andere, tiefere Facetten“. „Zu Hause“ in Barmbek, Bramfeld, Poppenbüttel, Volksdorf, Bergedorf „können wir beten wie in Taizé“. „Es kann die Orgel spielen, aber auch mal die Gitarre oder andere Instrumente“. „Der Kirchenraum könnte lebendiger gestaltet werden wie hier mit orangen Tüchern/Segeln“.“ Ich nehme eine neue Gelassenheit mit nach Hause“. „Spaß und Spiel ist bei allem Tun wichtig“. „Auch wenn ich mal das Badezimmer putzen muss sag ich mir: Ok! Ich mach das Beste draus!“ -„Meine Herangehensweise kann sich verändern“. „Ich war schon Mal in Taizé und zu Hause wollte ich dann freundlich sein. Selbst bei Freunden bin ich da gegen eine Wand gelaufen! Man wird ausgelacht. Ein Christ ist zu Hause im negativen Sinn abgestempelt.  So verletzen einen sogar Freunde und irgendwie versiegt der Mut dann in das neue Leben“.

Frère Andreas gab uns mit auf den Weg: „Wenn Ihr am Sonntag nach Hause fahrt, dann bringt das Licht und die Freude in die Welt. Ihr könnt die hier gewonnene Freude teilen. Durch unser Leben zeigen wir, wie das Evangelium Jesu Christi die Welt verändert. Um die Kraft nicht zu verlieren, tut Euch in Gemeinschaft zusammen. Trefft Euch und macht Euch gegenseitig Mut.“

Dieses Prinzip praktizieren die Brüder aus Taizé übrigens selbst. Frère Andreas erzählte, dass er jeweils 6 Monate im Ausland und 6 Monate in Taizé lebt. Die Botschaft an uns war klar: „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium vom menschenfreundlichen Gott.“

Kordula Petrausch   (Gemeindereferentin HH-Bergedorf)

Reisebericht vom Europäischen Jugendtreffen in Rom über Silvester 2012




Europäisches Jugendtreffen in Rom

Das 35. Europäische Jugendtreffen organisiert von der Communauté von Taizé fand vom 28.12. 2012 bis zum 2.1. 2013 in Rom statt.

Ich habe mich gefreut, zusammen mit meinem Mann vom Erzbistum Hamburg mit der Reiseleitung beauftragt zu werden und wir starteten am frühen Morgen des 27. Dezembers mit 54 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 32 Jahren mit dem Bus Richtung Süden. Gut 24 Stunden später kamen wir alle wohlbehalten in Rom an.

Dort wurden die Busse an einem zentralen Punkt empfangen und für die Teilnehmer ging es dann per Pedes und Metro weiter zur Universität La Sapienza.

Dies war der zentrale Empfang für die verschiedenen Länder. Es gab die ersten wichtigen Informationen für den gesamten Ablauf, freiwillige Helfer wurden gesucht für verschiedene Aufgaben wie Essensausgabe, Müll sammeln während des gemeinsamen Mittagessens im Circo Massimo, Ordner während der Gebete und schließlich viele Chorsänger für insgesamt 7 Chöre, die zeitgleich beim Mittag- und Abendgebet in 7 großen Kirchen Roms sangen: in der Basilika San Giovanni in Laterano, in St. Paul vor den Mauern, in Santa Maria Maggiore, Santa Maria dei Angeli, Santa Maria sopra Minerva, Santa Maria in Aracoeli sowie in der Chiesa Sant Ignazio di Loyola.

Außerdem wurden die Tickets für den Nahverkehr von Rom und die Essenskarten verteilt. Von diesem Punkt aus wurde unsere Gruppe 7 verschiedenen Gemeinden zugewiesen. Nach der Ausgabe des Picknicks für den ersten Abend ging es dann in diesen verschiedenen Gruppen weiter in die jeweiligen Gemeinden.

Unser Ziel zusammen mit 8 Jugendlichen war die Gemeinde San Giuda Taddeo. Diese nahm sehr viele Jugendliche auf, ca. 100 davon wohnten vor Ort in den Gemeinderäumen. Auch diese Verteilung nahm viel Zeit in Anspruch, aber wir waren erst einmal glücklich, sehr freundlich begrüßt und mit Tee, Kaffee, Saft und Panettone, einem typisch italienischen Kuchen, der zur Weihnachtszeit gereicht wird, versorgt zu werden. Schließlich waren alle Quartiere zugeteilt und wir wurden entweder von den Gasteltern in der Gemeinde abgeholt oder –wie in unserem Falle- von Jugendlichen zu Fuß dorthin gebracht. Zu diesem Zeitpunkt waren wir alle restlos erschöpft. Aber auch jetzt wurden wir durch eine sehr herzliche Begrüßung in der Familie entschädigt.

Basilica San Paolo

Basilica San Paolo

Am ersten Abend waren wir eingeteilt für das Abendgebet in der Basilica di San Paolo fuori le Mura (St. Paul vor den Mauern). Vorher wurde auf dem Vorplatz der Kirche das ausgegebene Picknick verzehrt. Bis 22.00 Uhr sollte jeder wieder in seinem Quartier sein.

Die gemeinsamen Gebete in diesen unbeschreiblichen Kirchenräumen, der Klang der Taizélieder und das Vortragen der Lesungen des Evangeliums in vielen Sprachen gehörten sicher zu den eindruckvollsten Momenten des Treffens. Im Anschluss an die Abendgebete gab es jedes Mal Worte von Frère Alois an die Teilnehmer.

Der nächste Vormittag begann mit dem Morgengebet in den einzelnen Gemeinden und anschließender Gruppenarbeit in kleinen Gruppen. Unserer Gruppe gehörten noch Polen und Libanesen an und nach einer Vorstellungsrunde ging es um Fragen rund um den Glauben.

Eine Gruppe von 50 Polen war per Autostopp nach Rom gekommen, die rund 50 Libanesen mit dem Flugzeug: sie bildeten einen Chor und ein kleines Orchester und gestalteten so die Morgengebete, sowie den Sonntags- und den Neujahrsgottesdienst in unserer Gemeinde mit Taizégesängen und wunderschönen französischsprachigen Gesängen.

An zwei Nachmittagen gab es eine Vielzahl von Workshops, die sehr gut besucht wurden. Es gab einige sehr spezielle, für die es begrenzte Teilnehmerkarten gab, wie z.B. der Besuch der Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle, der Katakomben und der Synagoge und des Gettos.

Messe mit dem Papst auf dem Petersplatz

Messe mit dem Papst auf dem Petersplatz

Ein Höhepunkt war am 29.12. das Abendgebet mit Papst Benedikt XVI. und 45.000 Jugendlichen auf dem großen Platz vor dem Petersdom. Nachdem sich die anfängliche Aufregung legte, entstand eine gesammelte meditative Atmosphäre, in der sogar die Stille, die zu jedem Taizégebet dazu gehört, mit diesen vielen Menschen gelang.

Der Platz wurde nicht nur vom Vollmond erleuchtet, sonder von Zehntausenden von Kerzen, die alle Teilnehmer in den Händen hielten und die auch in Taizé jeden Samstag Abend an die Auferstehung erinnern.

 

Papst Beneidet XVI. und Pater Alois

Papst Beneidet XVI. und Frère Alois

Zum Abschluss sprach zuerst Frère Alois Grußworte an Benedikt XVI., dann verlas der Papst seine Botschaft an die Jugendlichen in 5 verschiedenen Sprachen.

 

Gemeinsames Essen im Circo Massimo

Gemeinsames Essen im Circo Massimo

Das gemeinsame Mittagessen mit allen fand 3 mal im Circo Massimo statt. Von dort wurden die Jugendlichen auf verschiedenen Pilgerwegen durch die Straßen Roms zum Mittagsgebet geführt, vorbei an vielen historischen Bauten und Kirchen. Dabei war es ein Geschenk des Himmels, dass das Wetter durchweg trocken und tagsüber zum großen Teil warm und sonnig war!

Rom bot für dieses Treffen eine vortreffliche Kulisse, noch dazu wunderbar weihnachtlich geschmückt.

Ein weiterer Höhepunkt war Silvester: nach dem gemeinsamen Abendgebet in Sant´Ignazio bewegten wir uns zu Fuß durch die sehr bevölkerte Stadt, unendlich viele Menschen waren fröhlich unterwegs. In den Gemeinden gab es um 23.00 Uhr das Nachtgebet für Frieden in Verbundenheit mit den Völkern, die leiden und im Anschluss das Fest der Nationen. Jedes Land präsentierte sich durch einen Tanz, ein Lied oder ein Spiel und animierte dann die anderen Länder zum Mitmachen.

Für die Jugendlichen war es eine wichtige Erfahrung von Freundschaft, über die Barrieren von Sprachen und Hautfarben hinweg, die Gott uns miteinander leben lässt.

Sich mit Jugendlichen der unterschiedlichsten Nationen zusammenzusetzen und über Glauben und Gott zu sprechen und in dieser Vielfalt Solidarität zu erleben, gab ein Gefühl von Einheit und Zusammengehörigkeit.

Und das in einer Stadt, in der die Spuren des Glaubens bis zu den Aposteln zurückzuverfolgen sind.

Bei diesem Pilgerweg des Vertrauens war die Gegenwart des Heiligen Geistes spürbar!

Ulrike Wentzke, Kirchengemeinde St. Bernard, Hamburg-Poppenbüttel

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